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Handarbeitstipps: Möglichkeiten zum Wolle verbinden

Handarbeitstipps: Wollknäuel verbinden

Auch wenn beim Anfügen eines neuen Wollknäuels die Meinungen zur Technik oft stark auseinandergehen, ist sich die Mehrheit der Strickbegeisterten einige, dass Knoten eine sehr unelegante Methode sind. Besonders, wenn die Fäden einfach abgeschnitten und nicht zusätzlich vernäht werden.

Da viele aber meist nur eine Möglichkeit nutzen oder kennen, die zwei Fäden ganz ohne Knoten bzw. mit einem unsichtbaren Knoten zu verbinden, habe ich für den heutigen Beitrag mal mehrere Möglichkeiten zusammengetragen.

1. Weberknoten

Der Weberknoten sieht zwar etwas kompliziert aus, mit etwas Übung geht er aber leicht von der Hand.

Anleitung:

1. Eine Schlaufe mit dem Ende des einen Fadens formen.

2. Das Ende des anderen Fadens von unten nach oben durch die eben gelegte Schlaufe führen, dann unter das Ende des Schlaufenfadens entlang und wieder durch die Schlaufe

 

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3. Ziehe an den Enden beider Fäden, sodass sich ein flacher Knoten bildet und die Fäden sicher miteinander verbunden sind.

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4. Schneide den Faden so nah wie möglich am Knoten ab oder vernähe die Fäden.

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2. Wollfäden verfilzen

Diese Methode funktioniert nur bei tierischen Fasern, z.B. bei Alpaka-Wolle und lässt sich sehr schnell umsetzen.

Anleitung:

Ihr legt einfach die Wollfäden auf einer Länge von etwa 6 bis 8 cm zusammen, feuchtet sie ein wenig an und reibt sie zwischen den zusammengepressten Handflächen hin und her. Um zu verhindern, dass diese Verbindungsstelle zu dick wird, könnt ihr die Fäden teilen. Am besten mehrfach, denn umso offener die Fäden vor dem Verdrehen sind, desto fester wird die Verbindung.

Das Verfilzen hat den Vorteil, dass ihr gar keine Fäden mehr abschneiden oder vernähen müsst. Ein Nachteil kann aber sein, dass ihr die Verbindung im Maschenbild seht, eben weil sie etwas dicker ist.

Russischer Knoten

3. Russischer Knoten/Russian Join

Dieser Knoten ist äußerst fest, denn die Verbindung wird einerseits dadurch hergestellt, dass die Fäden umeinander geschlungen werden, andererseits durch den Durchzug durch den eigenen Faden. Klingt etwas komplex, ist es vermutlich auch beim ersten Versuch, aber auch hier gilt: Übung macht den Meister.  

Recht gut anhand von Bildern erklärt ist das auf folgender Seite: „Russischer“ Fadenansatz

Die Verbindung funktioniert übrigens bei fast allen Garnen.

4. Doppelknoten / Knoten an beiden Fäden

Bei dieser Methode bleiben wie beim Weberknoten Wollfäden hängen, die ihr vernähen oder abschneiden könnt. Der Doppelknoten funktioniert wie folgt:

1. Legt den Faden des neuen Knäuels quer unter den Arbeitsfaden und macht einen Knoten um den Arbeitsfaden – gut festziehen.

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2. Das Gleiche noch mal, nur vertauscht: Legt den Arbeitsfaden unter den Faden des neuen Knäuels, macht einen Knoten um den neuen Faden und zieht ihn festziehen.

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3. Anschließend zieht ihr an beiden Fäden, sodass sich die Knoten treffen.

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5. Neues Knäuel einstricken

Beim Einstricken müsst ihr schon frühzeitig vor Fadenende beginnen, d.h. etwa 20 Maschen, bevor das neue Knäuel angesetzt werden soll. Ihr strickt den neuen Faden einfach über die 20 Maschen bei jeder Masche ein, wobei er auf der linken Seite mitgeführt werden soll.

An der Stelle, an der der neue Faden beginnen soll, kreuzt ihr den neuen und alten Faden und strickt mit dem neuen weiter. Damit auch der alte Faden gleich verschwindet, strickt ihr ihn wie den neuen mit jeder Masche auf der linken Seite liegend ein. Was an Faden übrig bleibt, könnt ihr einfach abschneiden.

 

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